Frau Sucht Liebe - "Co-Abhängigkeit" und "Beziehungssucht"

Frau Sucht Liebe - "Co-Abhängigkeit" und "Beziehungssucht"

Thema

Co-Abhängigkeit, Beziehungssucht und Liebessucht bei Frauen

Stand der PDF-Datei: November 2005

Medienart

PDF-Datei, 36 Seiten

Schutzgebühr

Inhalt

Die Broschüre richtet sich insbesondere an Frauen, die sich selbst als co-abhängig erleben.

Von Co-Abhängigkeit spricht man, wenn jemand so sehr vom Partner abhängig ist, daß das eigene Leben und die eigene Person daneben völlig nebensächlich werden. Die Broschüre gliedert sich in die Kapitel "Süchtige Beziehungen", "Wie kann ich helfen", "Selbst ist die Frau" sowie "Und die Beziehung?", sie enthält ferner Abschnitte über co-abhängige Männer, Kinder, Freunde, Kollegen und Nachbarn und endet mit einem "frauenspezifischen Zugang zum Thema Sucht" und der Rubrik "Rat und Hilfe".

Das Heft stellt zunächst im ersten Kapitel die verschiedenen Phasen vor, in denen sich co-abhängige Beziehungsmuster abspielen. Sie werden als die Entschuldigungs- oder Beschützerphase, die Kontrollphase und die Anklagephase mit ihren jeweiligen Besonderheiten beschrieben und auch die Endstation, die Hilflosigkeit, in der sie enden. Frauen, die in diesen Kreislauf der Co-Abhängigkeit geraten sind, brauchen fachkundige Unterstützung. Aus Angst, den Partner zu verraten, zögern viele Frauen und holen erst Hilfe, wenn sie das Gefühl haben, die Kinder nicht mehr schützen zu können. Gelingt der Frau eine Verhaltensänderung, kann dies zu neuen Konflikten führen. Das Kapitel "Selbst ist die Frau" erläutert, was unter der sogenannten "Hilfe durch Nicht-Hilfe" zu verstehen ist und wie sich Frauen in ihrer neuen Haltung, die nicht der sozial erwarteten Frauenhaltung entspricht, stärken können. Beim Verlassen der co-abhängigen Position wird die Frau erfahren, welche Vorteile sie aus ihrem scheinbar aufopfernden Verhalten hatte. Sie muß den Blick auf die eigene Geschichte lenken, um damit fertig zu werden.

"Und die Beziehung?" befaßt sich mit der Möglichkeit oder Unmöglichkeit, eine einst abhängige Beziehung neu zu gestalten.

Das Neue an der Beziehung kann sein, daß da, wo einst Energie entzogen wurde, zusätzliche Kraft frei wird, die beiden Partnern bei der Selbstverwirklichung hilft.

Die folgenden Abschnitte führen aus, warum Männer sehr viel seltener co-abhängig werden als Frauen, welche Schuldgefühle mit Suchterkrankungen zusammenhängen, wie Eltern sich im Umgang mit abhängigen Kindern verhalten sollten und welche besonderen Probleme auf Kinder, die suchtkranke Eltern hatten, zukommen können. Das letzte Kapitel über den "frauenspezifischen Zugang zum Thema Sucht" verdeutlicht noch einmal, warum das "weibliche" Leiden an "süchtigen Beziehungen" zur sozial akzeptierten Rolle der Frau gehört und welche Konsequenzen dies für die Heilungschancen hat.

Die Broschüre endet mit einem umfangreichen Verzeichnis von Adressen, unter denen bundesweit Hilfsangebote erfragt werden können.

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