Gesundheitsförderung mit Geflüchteten. Lücken schließen - Angebote ergänzen.

Gesundheitsförderung mit Geflüchteten. Lücken schließen - Angebote ergänzen.

Besonders geeignet für:
Thema

Die Handreichung steht unter www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/gefluechtete als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

Erscheinungsjahr 2021
Schutzgebühr

Inhalt

AG „Gesundheitsförderung mit Geflüchteten“ des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit, 2021

Seit dem Anstieg der Geflüchtetenzahlen in Europa 2015/2016 engagieren sich viele Fachkräfte und Freiwillige neu in der Gesundheitsförderung mit Geflüchteten. Diese Handreichung richtet sich an Fachkräfte, Entscheidungspersonen und Engagierte zu diesem Thema, sowohl in der Gesundheitsförderung als auch in der Arbeit mit Geflüchteten, und alle, die sich mehr Wissen zum Thema Gesundheitsförderung aneignen möchten.
Die Handreichung entspricht dem Wunsch dieser Gruppen nach einer umfassenden Zusammenstellung von Grundlagenwissen zu Fluchtmigration und Gesundheitsförderung, Anleitungen zur Planung und Umsetzung von Maßnahmen sowie Beispielen guter Praxis.

Bei der Konzeption und Planung der Gesundheitsförderung mit Geflüchteten stellen sich den Fachkräften und Entscheidungspersonen grundlegende Fragen: Inwieweit ist eine Integration der Gesundheitsförderung mit Geflüchteten in die allgemeinen Regelstrukturen sinnvoll und möglich? Welche spezifischen Bedarfe ergeben sich aus den vielfältigen Hintergründen, Lebensbedingungen und Lebenswelten? Die Frage, wie eine soziokulturell sensible und der Vielfalt der Geflüchteten angemessene, „zielgruppengerechte“ Gesundheitsförderung mit Geflüchteten geplant werden kann, schließt sich direkt an. Wie kann diese umgesetzt werden? Welche Beispiele guter Praxis können anregen?

Die Handreichung bietet eine grundlegende Einführung und einen Überblick über das Thema sowie Verweise auf weiterführende, vertiefende Literatur. Der Überblick wird ergänzt durch eine Zusammenstellung der rechtlichen Grundlagen und ein Glossar wichtiger Begriffe und Konzepte im Anhang.
Die einzelnen Kapitel bauen aufeinander auf und ergänzen sich. Für einen umfassenden Überblick empfiehlt sich deshalb die Lektüre der gesamten Handreichung. Die Kapitel sind jedoch auch in sich soweit abgeschlossen, dass es möglich ist, sich nur auf die Bereiche und Kapitel zu konzentrieren, für die ein besonderes Interesse besteht.

1. Kapitel: Fluchtmigration und Gesundheit/Lebenslagen und gesundheitliche Situation

Das einführende Kapitel stellt Informationen zu Fluchtmigration und Gesundheit, den Lebenslagen und der gesundheitlichen Situation von Geflüchteten zur Verfügung. Ressourcen sowie vielfältige Belastungen werden thematisiert, die besonderen Herausforderungen wie die große Vielfalt und Heterogenität der Geflüchteten. Weiterhin spielen die Vorherrschaft existentieller Probleme, unterschiedliche Arten von Diskriminierung und Intersektionalität, soziokulturell sensible Verständigung, besondere Vulnerabilitäten und Genderaspekte eine wichtig Rolle.

2. Kapitel: Grundlagen, Begriffsklärungen und Konzepte der Gesundheitsförderung

Im zweiten Kapitel wird Hintergrundwissen zu Grundlagen, Begriffsklärungen und Konzepten der Gesundheitsförderung zusammengefasst und erläutert. Es soll Verständnis von Gesundheit und Determinanten, gestufte Handlungsebenen der Gesundheitsförderung wie beispielsweise der Lebensweltansatz (Settingansatz) verständlich gemacht werden. Grundlegende Prinzipien wie Empowerment und Partizipation werden erklärt und erläutert, sowie anhand von Beispielen dargelegt, was diese für die Gesundheitsförderung mit Geflüchteten bedeutet.

3. Kapitel: Qualitätsentwicklung und Kriterien guter Praxis

Aus den konzeptionellen Grundlagen der Gesundheitsförderung leiten sich die Kriterien guter Praxis einer soziallagenorientierten Gesundheitsförderung ab, die im dritten Kapitel behandelt werden. Dieses gibt Entscheidungspersonen und Fachkräften die Kriterien guter Praxis der gesundheitlichen Chancengleichheit des Kooperationsverbundes gesundheitliche Chancengleichheit an die Hand.  Besondere Herausforderungen und Gefahren werden erläutert, wie beispielsweise Diskriminierung, Stigmatisierung und Schuldzuweisung. Dies wird ergänzt um Hinweise auf typische „Stolperfallen“, die es zu vermeiden gilt, wie beispielsweise Stereotypisierung, Ethnisierung und Kulturalisierung von Geflüchteten.

4. Kapitel: Leitprinzipien und Strategien für Maßnahmen der soziokulturell sensiblen Prävention und Gesundheitsförderung

In diesem Kapitel wird darauf eingegangen, dass eine Integration der Gesundheitsförderung mit Geflüchteten in Regelstrukturen erforderlich ist und dass diese noch stärker für geflüchtete Menschen und ihre Bedarfe geöffnet werden müssen. Dabei müssen Lebenslagen und Merkmale wie Alter, Geschlecht, soziale Lage, Bildung, spezifische Risiken und Dauer des Aufenthalts berücksichtigt werden.
Die Begriffe „Migrationssensibilität“ und „soziokulturelle Sensibilität“, die auch die soziale Situation berücksichtigt, werden hier definiert und erläutert. Die fünf wichtigsten Bereiche, in denen eine Anpassung von Strategien und Maßnahmen an die Bedarfe von migrierten und geflüchteten Menschen notwendig ist, werden detailliert und umsetzungsorientiert beschrieben.

5. Kapitel: Praxisbeispiele

Im Schlusskapitel wird dem Wunsch von Fachkräften und Freiwilligen nach anregenden Praxisbeispielen der Gesundheitsförderung mit Geflüchteten entsprochen. Diese Praxisbeispiele sind teilweise vom Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit als Beispiele Guter Praxis geprüft und ausgezeichnet worden. Diese werden durch das Logo „Good Practice“ gekennzeichnet. Andere Praxisbeispiele wurden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsförderung mit Geflüchteten“ ausgewählt und in „Impulspapieren“ kurz zusammengefasst.
Die Praxisbeispiele umfassen verschiedene Regionen und Handlungsbereiche: Kommunale Präventionskette für Flüchtlinge Salzgitter, MiMi Gesundheitsinitiative Deutschland, Stadtteilmütter, pro familia Bonn: Gesundheitsförderung für MigrantInnen, Schutzengel Flensburg.

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